Geschichte

Der Biobetrieb Asam liegt südlich von Augsburg am Übergang zwischen Lechfeld und tertiärem Hügelland. Die Asams haben 1802 auf dem Mühlenbetrieb eingeheiratet und seitdem wurden die Ackerflächen des Asamhofs von der Familie konventionell bewirtschaftet. Als ich 2010 als frisch studierter Landwirt auf den Hof zurückkehrte, konnte ich den Biobetrieb von Anton Baumüller pachten und so meinen eigenen kleinen Biohof gründen. Mein Vater hat mir die Schafe und Mutterkühe vermacht, denn zu einem Biobetrieb mit Kreislaufwirtschaft gehören auch Tiere. Die Grünlandflächen an der Paar habe ich auf die ökologische Bewirtschaftung umgestellt, damit ich das Biofutter für meine Tiere produzieren kann. Auf dem Dauergrünland nahe der Paar weiden die Mutterkühe mit den Mutterschafen gemeinsam. 

 

 

Heute und in Zukunft:

 

Die Mutterkühe und Mutterschafe werden extensiv gemästet und rein mit Gras, Heu und Grascobs gefüttert. Im Winter erhalten die Mutterschafe zusätzlich noch etwas Getreide. Die robusten Rassen Deutsches Angus und Braunes Bergschaf sind für die Weidehaltung sehr gut geeignet, sie stehen von Anfang April bis Ende Oktober auf der Weide. Im Winter dürfen sie es sich in einem Tiefstreustall auf Stroh gemütlich machen. 

 

Ein EU-zertifiziertes Schlachthaus ermöglicht es, die Lämmer und Jungrinder stressfrei direkt am Hof zu schlachten und direkt zu vermarkten. 

 

Auf dem Acker steht eine 6-gliedrige Fruchtfolge, das heißt es werden im jährlichen Wechsel Kleegras, Soja, Getreide und Körnermais angebaut. Innerhalb der letzten Jahre habe ich den Bio-Sojabohnenanbau auf meinem Hof zusammen mit Josef Niedermaier, dem Erfinder des Treffler-Striegels, optimiert und Anbauversuche gemacht. Weil wir diese in Deutschland immer noch etwas exotische Pflanze so erfolgreich und ertragreich anbauen, konnten wir auch andere Bio-Betriebe in Bayern und in der Region animieren, Soja anzubauen, um den Bedarf an Bio-Futtermitteln und Speisesoja zu decken. Mittlerweile wurden auch die passenden Soja-Sorten für den Speisebereich, vor allem für ein schmackhaftes Tofu mit guter Konsistenz, gefunden. Zusammen mit der Firma Naturkost Weber aus München haben wir deshalb ein Anbauprojekt für Speisesoja gestartet.

 

Aktuell habe ich mit dem Anbau von Bio-Erdbeeren begonnen, die die bereits vielfältige Fruchtfolge erweitern sollen. Die zweite Ernte steht hoffentlich ab Ende Mai bevor, jetzt heißt es Daumen drücken für viel Sonne und ein bisschen Regen zwischendurch, damit die Erdbeeren gut wachsen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ludwig Asam